Inhaltsverzeichnis

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Gauland ruft Teile der CDU zur Distanzierung von Merkel auf (19.16 Uhr)
  • Schottlands Regierungschefin setzt auf Abspaltung von Großbritannien (15.02 Uhr)
  • Verdachtsfall Metzelder: Ermittlungen abgegeben (12.59 Uhr)
  • Anschlag in Regierungsgebäude in Afghanistan (12.12 Uhr)
  • Mörder von Tramperin Sophia L. verurteilt (10.10 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 21.48 Uhr: Maltas Küstenwache rettet 45 Migranten von Holzboot +++

Malta hat vor der Küste Tunesiens 45 Migranten von einem Holzboot gerettet. Unter den Geretteten befand sich eine Schwangere, die per Hubschrauber an Land gebracht wurde, wie die maltesische Küstenwache mitteilte. Die übrigen Migranten wurden demnach auf ein Patrouillenboot gebracht. „Sie sind auf dem Weg nach Malta“, sagte eine Sprecherin der Küstenwache.

+++ 21.31 Uhr: Kein Heimspiel für Scholz bei SPD-Kandidatentour in Hamburg +++

Bei der Vorstellung der Kandidaten für den SPD-Parteivorsitz hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz in seiner Heimatstadt Hamburg Gegenwind bekommen. Mitbewerber, die einen Ausstieg aus der großen Koalition oder ein Ende der schwarzen Null forderten, erhielten am Abend von der Basis deutlich mehr Applaus als der frühere Bürgermeister, der sich gemeinsam mit der Brandenburger Landtagsabgeordneten Klara Geywitz um die Nachfolge von Andrea Nahles bewirbt.

Vizekanzler Scholz verwies auf die Erfolge der Hamburger Sozialdemokraten, die vor zehn Jahren auch auf schwierigem Posten gestanden hätten, es dann aber doch durch Geschlossenheit zur absoluten Mehrheit in der Bürgerschaft gebracht hätten. Dies sei auch angesichts der aktuellen Umfragewerte zu schaffen. „In dieser Partei steckt Kraft und Potenzial“, sagte er. „Wir wollen die SPD so stark machen, dass wir ohne Union regieren können“, meinte Geywitz.

+++ 20.25 Uhr: Menschenrechtler werfen Venezuelas Polizei willkürliche Tötungen vor +++

Spezialkräfte der venezolanischen Polizei töten nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten willkürlich Bewohner der Armenviertel des südamerikanischen Landes. „Die Sicherheitskräfte nehmen das Recht in die eigene Hand und töten oder verhaften Menschen, die angeblich Verbrechen begangen haben, für die aber keine Beweise vorgelegt werden“, sagte der Amerika-Chef der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, José Miguel Vivanco. „Mitten in der wirtschaftlichen und humanitären Krise in Venezuela verüben die Sicherheitskräfte entsetzliche Verbrechen in Vierteln, die nicht länger das Regime von Präsident Nicolás Maduro unterstützen.“ 

Seit 2016 haben Polizisten und Soldaten in Venezuela nach offiziellen Angaben fast 18 000 Menschen getötet. Nach Einschätzung von Human Rights Watch geht vor allem die Spezialeinheit FAES gezielt gegen Regierungsgegner vor. Häufig würden Tatorte manipuliert, Waffen neben den Opfern platziert und Autopsieberichte unterschlagen. 

Video: Landesweiter Stromausfall in Venezuela

+++ 20.06 Uhr: US-Notenbank Fed senkt Leitzins um 0,25 Prozentpunkte +++

Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Damit liegt der Leitzins nun in der Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent, wie die Federal Reserve in Washington mitteilte.

+++ 19.56 Uhr: Polizist in Moskau erschießt Kollegen +++

In Moskau hat ein Polizist einen Kollegen erschossen und einen anderen schwer verletzt. Zu dem Vorfall sei es in einer Metrostation gekommen, als der Beamte festgenommen werden sollte, teilten die Behörden in der russischen Hauptstadt mit. Er werde verdächtigt, Bestechungsgelder in Höhe von 2000 Rubel (umgerechnet 28 Euro) angenommen zu haben, meldete die Agentur Tass unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Der Mann, der in der U-Bahnstation eingesetzt war, wurde festgenommen. Die genauen Umstände waren noch unklar. Der verletzte Polizist kam in ein Krankenhaus. Die Ärzte kämpften um sein Leben, hieß es.

+++ 19.51 Uhr: Säugling bei Vollbremsung in Linienbus schwer verletzt +++

Bei einem Verkehrsunfall in Berlin ist ein Säugling in einem Linienbus schwer verletzt worden. Die Mutter war am mit ihrem Kind auf dem Arm als Fahrgast in dem Bus, wie die Polizei mitteilte. An einer Kreuzung in Berlin-Spandau stieß ein Auto mit dem Bus zusammen. Der 55-jährige Busfahrer bremste, und das Baby fiel der 26-jährigen Frau aus dem Arm auf den Boden. Das kleine Mädchen erlitt den Angaben zufolge schwere Kopfverletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Autofahrerin, der Busfahrer und die übrigen Fahrgäste blieben unverletzt.

+++ 19.50 Uhr: Anwalt eines Drogenprozess-Kronzeugen in Amsterdam erschossen +++

In den Niederlanden ist ein Anwalt getötet worden, der den Kronzeugen in einem Drogenprozess gegen die zwei meistgesuchten Verbrecher des Landes verteidigt hatte. Nach Polizeiangaben erschoss ein unbekannter Täter den 44-jährigen Rechtsanwalt in Amsterdam auf offener Straße. Der niederländische Regierungschef Mark Rutte bezeichnete die Tat als „sehr alarmierend“.

Nach Angaben der Polizei wurde der 44-Jährige gegen 7.30 Uhr kurz nach Verlassen seiner Wohnung erschossen. Der Täter, der laut Polizei eine Kapuzenjacke trug, sei anschließend zu Fuß geflohen. Die Polizei leitete eine Fahndung ein und veröffentlichte einen Zeugenaufruf. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Ein Jahr zuvor war bereits der Bruder des Kronzeugen getötet worden. 

+++ 19.16 Uhr: Gauland ruft Teile der CDU zur Distanzierung von Merkel auf +++

Der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland hat Teile der CDU dazu aufgerufen, sich von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) loszusagen. Er kenne den Thüringer CDU-Spitzenkandidaten Mike Mohring und habe nicht gedacht, dass dieser den Weg mitgehe, den die Kanzlerin vorgebe, sagte Gauland am Mittwoch beim Wahlkampfauftakt der Thüringer AfD in Arnstadt. Mohring sei seiner Meinung nach bürgerlich-konservativ. „Aber diese Menschen müssen sich endlich von der Kanzlerin emanzipieren“, sagte Gauland. 

In Thüringen wird am 27. Oktober ein neuer Landtag gewählt. Mohring hat mehrfach kategorisch ausgeschlossen, mit der AfD zu koalieren oder auch nur zu kooperieren.

+++ 18.20 Uhr: Algerisches Militär verschärft Ton gegenüber Demonstranten +++

Nach monatelangen Massenprotesten in Algerien verschärft Armeechef Ahmed Gaïd Salah den Ton gegenüber den Demonstranten. Er habe die Polizei angewiesen, Demonstranten nicht in die Hauptstadt Algier zu lassen und befohlen, „entschlossen gegen die Aktionen vorzugehen“, sagte Gaïd Salah in einer Rede. Er ist seit dem Rücktritt des langjährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika im April der starke Mann in Algerien.    

Gaïd Salah beschuldigte am Mittwoch „bestimmte Parteien“, „die Bewegungsfreiheit als Vorwand zur Rechtfertigung ihres gefährlichen Verhaltens“ zu benutzen und „fälschlicherweise zu behaupten, die Stimme des algerischen Volkes zu sein“. Ungeachtet der Massenproteste soll in Algerien am 12. Dezember ein neuer Präsident gewählt werden. Bei der Wahl wird ein Nachfolger des langjährigen Machthabers Bouteflika gesucht, der angesichts der landesweiten Proteste Anfang April zurückgetreten war.  

+++ 18.09 Uhr: Italienische Ermittler: „Bunga Bunga“-Zeugin wurde nicht ermordet +++

Ihr Fall hatte Anfang des Jahres in Italien für Aufregung gesorgt: Als die 34-jährige Marokkanerin Imane Fadil, Zeugin im Prozess um „Bunga Bunga“-Sexpartys gegen Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi, am 1. März tot aufgefunden wurde, kursierten schnell Gerüchte, sie könnte vergiftet worden sein. Nun haben die Ermittler klargestellt: Das Model starb an einer Krankheit. 

Es handele sich um Aplastische Anämie, eine seltene und schwer zu heilende Form der Blutarmut, teilte die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Ansa bei einer Pressekonferenz in Mailand mit. Fadil hatte als Zeugin im Prozess 2012 gegen Berlusconi ausgesagt. 

Dabei ging es um den Fall des marokkanischen Escort-Girls „Ruby Rubacuori“. Berlusconi wurden Amtsmissbrauch und Sex mit einer minderjährigen Prostituierten vorgeworfen. Der Prozess endete 2015 in letzter Instanz mit einem Freispruch. Danach gab es weitere Ermittlungen und Prozesse, in denen es um Zeugenbestechung ging. Berlusconi sagte im März, er habe Fadil nie kennengelernt.

+++ 17.23 Uhr: Militär: International gesuchter Rebellenchef im Kongo erschossen +++

Der wegen Kriegsverbrechen vom Weltstrafgericht gesuchte Chef der ruandischen Hutu-Miliz FDLR, Sylvestre Mudacumura, ist nach Militärangaben im Kongo getötet worden. Er sei mit mehreren anderen seiner Kämpfer in der Nacht in der Provinz Nord-Kivu erschossen worden, teilte das kongolesische Militär in einer Erklärung mit. Darin werden andere Rebellengruppen aufgefordert, ihre Waffen niederzulegen – sonst drohe ihnen ein ähnliches Schicksal. Der Erschossene war Kommandant der Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR) und wurde für Gräueltaten gegen das kongolesische Volk – darunter Vergewaltigungen, Verstümmelungen, Folter und Plünderungen – verantwortlich gemacht.

+++ 17.11 Uhr: Saudi-Arabien: Iran steckt „unzweifelhaft“ hinter Angriffen auf Ölanlagen +++

Hinter den Angriffen auf die Ölanlagen in Saudi-Arabien steckt nach Angaben der Regierung in Riad „unzweifelhaft“ der Iran. Als Beweise zeigte der Sprecher des saudiarabischen Verteidigungsministeriums, Turki al-Maliki, Trümmerteile von „Drohnen und Marschflugkörpern“, die seinen Angaben zufolge von der Angriffsstelle stammten. Die Attacken seien von „Norden“ aus geführt worden, die genaue Abschussstelle sei aber noch unklar.

+++ 16.36 Uhr: Pilotengewerkschaft sagt Streik bei British Airways am 27. September ab +++

Die britische Pilotengewerkschaft Balpa hat ihren Streikaufruf bei British Airways für Freitag kommender Woche zurückgenommen. Damit wolle die Gewerkschaft die Initiative ergreifen und auf einen Kurs der „Verantwortung“ einschwenken, kündigte Balpa-Generalsekretär Brian Strutton an. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft für den 27. September zu der erneuten Arbeitsniederlegung aufgerufen. British Airways strich bereits vorsorglich alle geplanten Flüge von und nach Großbritannien. Balpa hatte die Piloten bereits Anfang vergangener Woche zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. British Airways musste rund 1600 Flüge streichen. Die Arbeitsniederlegungen betrafen rund 200.000 Passagiere, vor allem an den Flughäfen Gatwick und Heathrow in London. Hintergrund sind Tarifstreitigkeiten.

Video: Bundesregierung will Paketzusteller besser schützen

+++ 16.32 Uhr: Schulausfall nach Vandalismus in Mainzer Gymnasium +++

An einem Gymnasium in Mainz ist der Unterricht für rund 800 Schüler ausgefallen, weil Unbekannte in der Nacht ins Gebäude eindrangen und große Schäden verursachten. Wegen des Schadensausmaßes in allen Etagen, der Tatortaufnahme und der Aufräumarbeiten habe die Schulleitung mit der Polizei beschlossen, den Unterricht ausfallen zu lassen, teilten die Beamten mit. Wie hoch der Schaden war, blieb zunächst unklar. Demnach hatte der Hausmeister am Morgen um kurz nach sieben Uhr die Schäden entdeckt. Es seien drei Räume aufgebrochen worden, sagte ein Lehrer der Schule der Nachrichtenagentur AFP. Es habe „wüst“ ausgesehen. Trotz des Vandalismus scheine nichts gestohlen worden zu sein. Der Unterricht solle am Donnerstag wieder starten.

+++ 16.31 Uhr: Einsatzkräfte entdecken zwei Tote bei Brandeinsatz in Regensburger Wohnhaus +++

Bei einem Einsatz wegen eines Wohnungsbrands in Regensburg haben Einsatzkräfte in einem Mehrfamilienhaus zwei Leichen gefunden. Bei den Toten handelte es sich um eine 37-jährige Frau und einen 41-jährigen Mann, wie die Polizei mitteilte. Unklar war demnach zunächst, ob die Opfer durch das Feuer ums Leben kamen. Die Regensburger Kriminalpolizei nahm am Brandort Ermittlungen auf. Rettungskräfte versuchten den Angaben zufolge vor Ort vergeblich, eines der beiden Opfer wiederzubeleben. Die Polizei war wegen Brandgeruchs zu dem Haus gerufen worden. Weitere Einzelheiten nannten die Ermittler zunächst nicht.

+++ 16.03 Uhr: Zweite Festnahme nach Bombenanschlag auf dänische Steuerbehörde +++

Die dänische Polizei hat einen zweiten Mann festgenommen, der verdächtigt wird, am 6. August vor der Steuerverwaltung in Kopenhagen einen Sprengsatz gezündet zu haben. Nach dem Schweden war international gefahndet worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde er am Kopenhagener Flughafen aufgegriffen. Ein Haftrichter entschied, dass der 23-Jährige in Untersuchungshaft genommen wird. Der Schwede soll den Anschlag gemeinsam mit einem 22-jährigen Landsmann, der bereits früher festgenommen wurde, verübt haben. Ihr Motiv ist nicht bekannt. Bei der Explosion war das Gebäude im Norden Kopenhagens schwer beschädigt worden.

+++ 16.02 Uhr: E-Scooter löst Brand in Münchner Wohnhaus aus +++

Ein E-Scooter hat nach Polizeiangaben einen Brand in einem Münchner Mehrfamilienhaus ausgelöst. Der Akku des privat genutzten Elektro-Tretrollers habe sich „schlagartig“ entzündet, teilten die Beamten mit. Das Feuer war am Morgen in einer Wohnung in der zweiten Etage des neunstöckigen Hauses ausgebrochen und war nach einer halben Stunde gelöscht. Mehr als 90 Menschen hatten sich nach Angaben der Feuerwehr selbst ins Freie geflüchtet, zehn Menschen wurden wegen Rauchgasvergiftungen behandelt.

+++ 16.00 Uhr: „Durchgedrehte“ Pariser Metro schockt Passagiere +++

Eine Fahrt mit der Pariser Metro gehört zum Pflichtprogramm vieler Touristen. Doch nun haben Passagiere eine wahre Horrorfahrt erlebt: Ein Zug der fahrerlosen Linie 1 raste hinter dem Louvre-Museum los und durchfuhr drei Stationen, ohne anzuhalten. Die vollautomatische Metro sei regelrecht „durchgedreht“, erklärte eine Gewerkschaft, die Metro- und Busfahrer vertritt. „Wir sind nur knapp einem enormen Unfall entgangen“, schrieb ein Passagier auf Twitter. Ihre Metro sei beinahe in eine vorausfahrende hineingerast. Die Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP bestätigte den Vorfall und sprach von einem „technischen Zwischenfall“.

+++ 15.54 Uhr: Klage abgewiesen – Zwergziege Hui Buh bleibt auf Gnadenhof +++

Die Zwergziege Hui Buh bleibt auf einem Gnadenhof und darf nicht zu ihren ursprünglichen Besitzern zurückkehren. Das hat das Verwaltungsgericht München entschieden. Der Vorsitzende Richter stützte seine Entscheidung vor allem auf ein Haltungsverbot für Tiere, das gegen die klagende Frau und deren Mutter verhängt worden war. „Sie durften damals gar keine Tiere mehr halten“, sagte er. Auf den Vorschlag der Frauen, der Familienvater könne die Haltung des Tieres übernehmen, ging das Gericht nicht ein. Das Landratsamt München hatte der 29-jährigen Klägerin und deren Mutter den Zwergziegenbock weggenommen, weil er aus Sicht der Behörde nicht artgerecht gehalten wurde. Die Familie hatte das Tier mit der Flasche aufgezogen. Es schlief bei der Tochter im Bett und fuhr auf dem Beifahrersitz im Auto mit. Die Klägerinnen betonen, die Ziege heiße Hui Buh – „wie das Schlossgespenst“. Das Verwaltungsgericht und auch der Gnadenhof nennen den kleinen Bock Bubo.

+++ 15.45 Uhr: Flüchtlingszustrom in der Ägäis nimmt immer größere Dimensionen an +++

Der Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland wird immer größer: Allein am Dienstag setzten knapp 791 Menschen zu den Inseln Lesbos, Chios, Kos und Samos über und erreichten so die EU. So viele Ankünfte an einem Tag hatte es seit 2016 nicht mehr gegeben, als der EU-Türkei-Flüchtlingspakt in Kraft trat, berichtete das Staatsfernsehen. Nach Angaben des Bürgerschutzministeriums harren auf den Inseln 27.211 Migranten aus. Im April lebten auf diesen Inseln nur 14.000 Migranten. In den vergangenen Monaten hatte stufenweise ein verstärkter Flüchtlingszustrom aus der Türkei begonnen.

+++ 15.42 Uhr: DIW: Mietenregulierung kann schlecht für Mieter sein +++

Wenn der Staat die Mieten bremst oder deckelt, kann das unter Umständen auch zulasten von Mietern gehen. Denn je strenger die Eingriffe in den Mietmarkt ausfielen, desto stärker schrumpfe das Angebot an Mietwohnungen, ergab eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Ein Grund dafür sei, dass Eigentümer ihre Mietwohnungen verkaufen, wenn sich die Vermietung nicht mehr lohne. Mieter seien dann gezwungen, sich trotz hoher Kosten eine Wohnung zu kaufen, folgern die Autoren aus historischen Daten von 27 Ländern aus den vergangenen 100 Jahren. „Zugespitzt könnte man sagen, dass die Maßnahmen, die Mieterinnen und Mieter schützen sollen, auch dazu führen, dass diese immer weniger werden – sie werden gewissermaßen aus dem Markt gedrängt“, erklärte Studienautor Konstantin Kholodilin. Das sei beispielsweise in Schweden und Norwegen passiert.

+++ 15.39 Uhr: Trump ernennt Robert O’Brien zum Nationalen Sicherheitsberater +++

Der bisherige US-Beauftragte für Verhandlungen über die Freilassung von Geiseln, Robert O’Brien, wird neuer Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump gab die Ernennung O’Briens über Twitter bekannt. O’Brien tritt die Nachfolge von John Bolton an, mit dem Trump unzufrieden war und der in der vergangenen Woche aus der Regierung ausscheiden musste.

+++ 15.37 Uhr: Rossmann stoppt Verkauf eines Kinderduschgels +++

Die Drogeriekette Rossmann hat den Verkauf eines in kleinen Tierfiguren abgefüllten Dusch- und Badegels gestoppt. In einer Probe vom „Kinderduschgel 50ml“ wurden Bakterien festgestellt (Burkholderia cepacia) und daraufhin ein Rückruf gestartet, wie das in Burgwedel bei Hannover ansässige Unternehmen mitteilte. Das bundesweit in Rossmann-Filialen verkaufte Dusch- und Badegel wurde demnach von einem Lieferanten in Österreich importiert. Der Verkauf in den Rossmann-Filialen sei am 10. September gestoppt worden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Der beanstandete Artikel hat laut „Lebensmittelwarnung.de“ die Nummer EAN 9002422105661 oder 9002422106804. Für gesunde Menschen besteht beim Bakterium Burkholderia cepacia eine geringe Gefahr, durch den Kontakt krank zu werden. Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Lungenkrankheiten sind dagegen anfälliger. Bakterien der Art Burkholderia cepacia sind sehr resistent gegen geläufige Antibiotika.

+++ 15.28 Uhr: Familienvater ersticht Partnerin vor den Augen der Kinder +++

In Frankreich hat ein Familienvater seine Lebensgefährtin vor den Augen ihrer drei kleinen Kinder getötet. Die Kinder im Alter von zwei, vier und sechs Jahren mussten mit ansehen, wie ihr Vater 14 Mal auf seine Partnerin einstach, wie die Staatsanwaltschaft in der nordfranzösischen Hafenstadt Le Havre mitteilte. Die 27-Jährige war sofort tot. Der zehn Jahre ältere Täter wurde festgenommen. Er hatte sich mit seiner Partnerin vor einem Supermarkt über eine mögliche Trennung und das Sorgerecht für die Kinder gestritten, wie die Ermittler weiter mitteilten. „Er hatte Angst, dass das Opfer ihn davon abhalten könnte, seine Kinder zu sehen.“

Bola Wrap: US-Polizei testet neue Lasso-Waffe – zu viele Taser-Tote

+++ 15.28 Uhr: In der Bundeswehr 50 neue rechtsextreme Verdachtsfälle +++

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) bearbeitet seit Mai etwa 50 neue Verdachtsfälle möglicher Rechtsextremisten in der Bundeswehr. Zum Stichtag 4. September habe es 478 Verdachtsfälle gegeben, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Noch im Mai hatte der MAD dem Bundestag berichtet, es würden 428 dieser Fälle bearbeitet. Das Verteidigungsministerium hatte angekündigt, der MAD werde sein Vorgehen gegen mögliche Extremisten verstärken und solle dazu auch reformiert werden. Das Ministerium wies darauf hin, dass die Zahlen schwanken und es sich um Ermittlungen handelt. „Da gibt es Fälle, die sich bestätigen und Fälle, die sich nicht bestätigen“, sagte der Sprecher. Generelle Haltung des Ministeriums zu Extremisten sei, „dass sie keinen Platz in der Bundeswehr haben, und dafür arbeitet auch der Militärische

Abschirmdienst“.

+++ 15.20 Uhr: Streit um Amtseinführungsfeier von neuem Saarbrücker Oberbürgermeister +++

Wegen eines Streits um die Kosten ist die Amtseinführungsfeier für den neuen Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) abgesagt worden. Conradt waren die veranschlagten Kosten in Höhe von 26.000 Euro zu hoch, wie er im Saarländischen Rundfunk (SR) sagte. Angesichts der angespannten Finanzlage der saarländischen Hauptstadt sei dies ein zu hoher Betrag. Er habe Bürgermeister Ralf Latz (SPD) daher darum gebeten, die Veranstaltung günstig mit Bier und Brezeln zu organisieren. Diese Bewirtung wäre mit rund 500 Euro „sehr sparsam“ gewesen. Die dann veranschlagten hohen Kosten seien vor allem auf die Miete für das Saarbrücker E-Werk als Veranstaltungsort zurückzuführen. Latz widersprach Conradts Darstellungen. Er habe dem neuen Oberbürgermeister eine Feier im kleinen Rahmen vorgeschlagen, teilte er der Nachrichtenagentur AFP auf Anfrage mit. Conradt selbst habe sich eine größere Feier mit bis zu 700 Gästen gewünscht.

+++ 15.19 Uhr: Statistiker: Rund 10,5 Millionen Kinder in Deutschland +++

In Deutschland haben Ende 2018 rund 10,5 Millionen Kinder unter 14 Jahren gelebt – in der knappen Mehrzahl Jungen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren 5,4 Millionen der Kinder männlich, 5,1 Millionen weiblich. Die Verteilung entspricht den Angaben zufolge ungefähr auch dem Verhältnis bei den Neugeborenen: Von den 787.523 Babys, die 2018 zur Welt kamen, waren 404.052 Jungen (51,3 Prozent), 383.471 Mädchen. Seit mindestens 1946 überwiegt bei den Neugeborenen in Deutschland der Anteil der Jungen.

+++ 15.02 Uhr: Schottlands Regierungschefin setzt auf Abspaltung von Großbritannien +++

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon rechnet mit einer Abspaltung ihres Landes von Großbritannien als Konsequenz aus dem Brexit. „Ich würde vorhersagen, dass Schottland in den nächsten Jahren unabhängig wird und zu einem unabhängigen Mitglied der EU wird“, sagte die Vorsitzende der nationalistischen Partei SNP auf einer Pressekonferenz bei einem Besuch in Berlin. Sie sprach sich für ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum schon im nächsten Jahr aus. Damit solle es Schottland ermöglicht werden, auch nach dem EU-Ausstieg Großbritanniens Mitglied der Europäischen Union zu bleiben. Vor fünf Jahren hatten sich die Schotten bei einem Referendum mit knapper Mehrheit gegen einen Ausstieg aus dem Vereinigten Königreich ausgesprochen, dem neben Schottland und England auch Wales und Nordirland angehören.

+++ 14.47 Uhr: Bundesregierung verlängert Rüstungsexportstopp für Saudi-Arabien +++

Die Bundesregierung hat den Rüstungsexportstopp für Saudi-Arabien um weitere sechs Monate bis zum 31. März 2020 verlängert. Das teilte ein Regierungssprecher mit.

+++ 14.34 Uhr: Monopolkommission warnt vor fehlendem Wettbewerb bei Stromtankstellen +++

An den Stromtankstellen in Deutschland gibt es nach Ansicht der Monopolkommission zu wenig Wettbewerb. Vielerorts bestehe die Gefahr, dass ein einzelner Anbieter den Markt für öffentliche Ladesäulen beherrsche, kritisierte das Beratungsgremium der Bundesregierung in einem Gutachten zum Energiemarkt. Die in der jeweiligen Region größten Betreiber von Ladesäulen kämen auf durchschnittlich über 50 Prozent Marktanteil. Der fehlende Wettbewerb könne zu überhöhten Preisen für den Ladestrom führen und „das Gelingen der Energiewende gefährden“, warnte der Vorsitzende der Monopolkommission, Achim Wambach.

Video: Schottische Ministerpräsidentin droht mit neuem Unabhängigkeitsreferendum

+++ 14.33 Uhr: Facebook verkauft Kamera für Videotelefonie auf dem Fernseher +++

Facebook baut das Angebot seiner „Portal“-Geräte für Videotelefonie aus und bietet erstmals auch eine Kamera zum Anschließen an den Fernseher heraus. Außerdem gibt es zwei neue „Portal“-Modelle, die äußerlich mehr an Bilderrahmen erinnern. Die Videotelefonie-Geräte werden nun auch in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Australien und Neuseeland verkauft – aber nicht in Deutschland. Neu ist, dass man nicht nur über den Facebook Messenger, sondern auch über WhatsApp telefonieren kann, wie das Online-Netzwerk ankündigte. In den USA startet das Weckwort „Hey, Portal“ einen Sprachassistenten. Facebook weist ausdrücklich darauf hin, dass Unterhaltungen mit den Geräten aufgezeichnet und standardmäßig gespeichert werden – und dass Fragmente davon von einem „ausgebildeten Team“ zur Verbesserung des Dienstes angehört werden können.

+++ 14.25 Uhr: Rekordversuch: 72 Stunden Live-Fernsehsendung bei Funk und ARD-alpha +++

„XXXXL Challenge“ heißt das Projekt, das den Rekord als längste Fernsehsendung der Welt holen soll. Im Rahmen der ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ ist dabei ab dem 12. November geplant, drei volle Tage live durchzusenden. Das teilte Funk, das digitale Angebot von ARD und ZDF für die jüngeren Zielgruppen, in Stuttgart mit.  Die Sendung soll beim Bildungskanal ARD-alpha und über Livestream im „Das schaffst du nie!“-Kanal von Funk bei Youtube drei Tage lang zu sehen sein, der Bayerische Rundfunk und das Erste steigen regelmäßig live in die in München produzierte Show. Bisher halten zwei Moderatorinnen des syrischen Staatsfernsehens den Weltrekord: Sie waren 2014 insgesamt 70 Stunden und fünf Minuten ohne Pausen live auf Sendung. „Werde mit uns jede Stunde ein Stückchen schlauer – 72 Stunden Smart-TV“ laute das Motto der Rekordshow. Dabei soll es darum gehen, die großen und kleinen Fragen des Lebens zu beantworten – alltagsnahe genau wie gesellschaftlich relevante.

+++ 14.21 Uhr: 23 Objekte der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nach Namibia +++

Nach der gemeinsamen Forschung von Experten aus Namibia und Deutschland an 1400 Objekten des Ethnologischen Museums in Berlin sollen nun 23 dieser Sammlungsstücke in das afrikanische Land geschickt werden. Schmuck, Prestigeobjekte und historisch wichtige Artefakte werden dort drei Jahre lang weiter erforscht und stehen zudem zeitgenössischen Künstlern für die kreative Auseinandersetzung zur Verfügung, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die finanzierende Gerda Henkel Stiftung mitteilten. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der Museums Association of Namibia (MAN) und der Stiftung waren seit Frühjahr 2019 mehrere Forscher aus Namibia im Ethnologischen Museum aktiv. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern des Museums untersuchten sie Geschichte, Bedeutung und künstlerische Potenziale der Objekte.

+++ 13.58 Uhr: Nahezu nikotinfreier Tabak erzeugt +++

Forscher der TU Dortmund haben nahezu nikotinfreien Tabak erzeugt. Durch einen gentechnischen Eingriff bei der Tabakpflanze „Virginia Smoking Tobacco“ sei die Konzentration des Suchtstoffs auf ein Vierhundertstel verringert worden, heißt es in einer Mitteilung der TU. „Statt 16 Milligramm hat jedes Gramm Tabak jetzt nur noch 0,04 Milligramm Nikotin“, sagte demnach Studienautor Felix Stehle. Das sei weltweit einmalig. Nikotin ist der Suchtstoff in Zigaretten. Daneben finden sich in Zigarettenrauch 4800 chemische Substanzen, von denen 70 Krebs erregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs erregend zu sein.  

+++ 13.58 Uhr: Leipzig wird Standort der neuen Agentur für Innovationen +++

Leipzig wird Standort einer neuen Agentur für Innovationen. Das bestätigten Forschungsministerin Anja Karliczek und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) in Berlin. Altmaier sagte, Leipzig sei heute bereits ein „innovationspolitischer Leuchtturm“ mit einer starken Wissenschaftsorientierung und einer guten Verkehrsanbindung. Im Rennen für den Sitz der Agentur waren in der Endauswahl auch Potsdam und Karlsruhe. Altmaier sagte, es habe ein „leichtes Übergewicht“ der Argumente für Leipzig gegeben. Die neue „Agentur für Sprunginnovationen“ soll bahnbrechenden Innovationen „Made in Germany“ zum Durchbruch verhelfen.

+++ 13.57 Uhr: Indien verbietet Verkauf von E-Zigaretten +++

Die indische Regierung hat den Verkauf, die Produktion, den Import und die Bewerbung von E-Zigaretten verboten. E-Zigaretten würden besonders für junge Menschen zunehmend ein Gesundheitsrisiko darstellen, erklärte die indische Finanzministerin Nirmala Sitharaman in Neu Delhi. Daten aus den USA würden zeigen, dass E-Zigaretten Rauchern nicht generell helfen würden, sich vom Tabak zu entwöhnen, wie dies Hersteller oft versprochen hätten. Wer gegen das Verbot verstößt, muss künftig mit einer Buße von umgerechnet rund 1271 Euro oder bis zu einem Jahr Gefängnisstrafe rechnen. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sind E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten zwar „sehr wahrscheinlich deutlich weniger schädlich“, dennoch seien sie keinesfalls harmlos.

+++ 13.53 Uhr: Ladendieb will zwölf Schnapsflaschen in Hose und Jacke aus Supermarkt schmuggeln +++

Zwölf Schnapsflaschen auf einen Streich hat ein Mann in einem Supermarkt in Hagen zu stehlen versucht. Der 42-Jährige verstaute die hochprozentige Beute in seiner Hose und seiner Jacke, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Anschließend verließ er den Laden ohne zu bezahlen. Eine Zeugin hielt den Ladendieb auf und rief die Polizei. Das Diebesgut im Wert von rund 150 Euro erhielt der Supermarkt zurück. Der 42-Jährige muss sich nun mit einem Strafantrag auseinandersetzen.

+++ 13.48 Uhr: 26 Kinder und zwei Lehrer bei Brand in Koranschule in Liberia getötet +++

Bei einem Brand in einer Koranschule in Liberia sind 26 Kinder und zwei Lehrer getötet worden. Der Brand sei in der Nacht aus zunächst ungeklärter Ursache in der nahe der Hauptstadt Monrovia gelegenen Schule ausgebrochen, sagte der Sprecher von Präsident George Weah der Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Rettungsdienste. Die Opfer waren demnach zwischen zehn und 20 Jahre alt; die einzigen Erwachsenen waren die beiden Lehrer.

+++ 13.41 Uhr: Wieder Militärmaschine in Ostspanien abgestürzt – zwei Tote +++

In Ostspanien ist zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen ein Militärflugzeug abgestürzt – erneut mit tödlichen Folgen. Bei dem Unglück kamen nach Angaben der spanischen Luftwaffe beide Insassen – ein Fluglehrer und seine Schülerin – ums Leben. Die Maschine sei in den Binnensee Mar Menor in der Provinz Murcia gestürzt, hieß es auf Twitter. Die Unfallursache ist noch unklar. Bereits Ende August war in derselben Provinz eine militärische Trainingsmaschine vom Typ C-101 ins Mittelmeer gestürzt, dabei starb der Pilot.

+++ 13.25 Uhr: Laut „Spiegel“ 50 neue rechtsextreme Verdachtsfälle in der Bundeswehr +++

Der Militärische Abschirmdienst hat nach einem „Spiegel“-Bericht seit Mai 50 neue Verdachtsfälle möglicher Rechtsextremisten in der Bundeswehr verzeichnet. Der MAD führe nun 478 „Verdachtsfall-Operationen im Phänomenbereich Rechtsextremismus“, wie aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums an den Grünenpolitiker Konstantin von Notz hervorgehe, berichtet das Magazin. Noch im Mai teilte der Militärgeheimdienst dem Bundestag mit, es würden 428 Verdachtsfälle bearbeitet. Der MAD bezeichnet Soldaten als Verdachtsfall, wenn es Hinweise gibt, dass diese ein rechtsextremes und verfassungsfeindliches Weltbild haben. Das Verteidigungsministerium hatte bereits angekündigt, der MAD werde sein Vorgehen gegen mögliche Extremisten verstärken und dazu auch reformiert.

+++ 13.23 Uhr: Südafrikas Verfassungsgericht verbietet Züchtigung  +++

Ohrfeigen oder andere körperliche Züchtigungen für den Nachwuchs sind in Südafrikas Haushalten künftig verboten. Sie verstoßen gegen die Grundgesetze des Landes, erklärte der oberste Verfassungsrichter Mogoeng Mogoeng in Johannesburg einen Beschluss des Verfassungsgerichts. Das oberste Gericht stellte sich damit hinter die Rechtsprechung eines untergeordneten Gerichts aus dem Jahr 2017. In dem Fall hatte ein Vater seinen damals 13-jährigen Sohn geohrfeigt, als er ihn beim Betrachten von pornografischem Material überrascht hatte. Eine religiöse Gruppierung hatte daraufhin das Verfassungsgericht mit der Begründung angerufen, dass die moderate Züchtigung von Kindern aus pädagogischen Gründen keine Verletzung von deren Verfassungsrechten darstelle.

+++ 13 Uhr: Ein Polizist und zwei weitere Menschen bei Explosion in Haus in Münster verletzt +++

In einem Gebäude in Münster ist es am Vormittag zu einer Explosion gekommen, durch die ein Haus in Brand geraten ist. Zwei Frauen wurden schwer verletzt, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Nach Polizeiangaben wurde auch ein Beamter verletzt. Zudem mussten zwei Pferde eingeschläfert werden, die verletzt worden waren. Laut „Münsterscher Zeitung“ hatten die Frauen die Pferde vor der Explosion ins Haus geholt.

Ersten Informationen zufolge war in dem Gebäude eine Zwangsräumung geplant. Dabei sei es zu einer Gasexplosion gekommen. Der Polizeibeamte war nach Angaben einer Sprecherin zur Unterstützung der Räumung im Einsatz und wurde nach ersten Erkenntnissen leicht verletzt. Durch die Explosion sei ein „intensives Feuer“ entstanden, das am Mittag weiter bekämpft wurde.

+++ 12.59 Uhr: Verdachtsfall Metzelder: Hamburg gibt Ermittlungen an Staatsanwaltschaft Düsseldorf ab +++

Nachdem die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder wegen des Verdachts der Verbreitung kinderpornographischer Schriften ermittelt hatte, liegt das Ermittlungsverfahren nun in Düsseldorf. „Wir haben das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Düsseldorf abgegeben“, bestätigte Hamburgs Erste Staatsanwältin Liddy Oechtering dem stern. Bei dem Schritt handelt es sich um eine Formalie. Die Ermittlungen lagen zunächst in Hamburg, da dort Anzeige erstattet wurde. Jedoch gelte das Tatortprinzip, wonach die vorrangige Zuständigkeit am Wohnort des Beschuldigten liege und damit bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, so Oechtering zum stern.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Nana Frombach, Oberstaatsanwältin in Hamburg, sagte der „Bild“: „Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung, wir befinden uns weiterhin im Bereich eines Ermittlungsverfahrens.“

+++ 12.35 Uhr: Steine von Einsteins Geburtshaus zum Verkauf +++

Mit dem Verkauf von Steinen aus dem Ulmer Geburtshaus von Albert Einstein will ein Bürgerverein Geld für ein Erlebnis-Zentrum zu Ehren des Physik-Nobelpreisträgers sammeln. „So ein Stein für 100 Euro wäre doch das „ulmste“ Geschenk zu Weihnachten“, sagte die Vereinsvorsitzende Nancy Hecker-Denschlag in Ulm. Mit dem Geld soll in der Donaustadt eine Erlebniswelt gebaut werden, die Einsteins Bedeutung für die moderne Wissenschaft und Technik für jeden erfahrbar macht. Die in Handarbeit gefertigten Miniatur-Quader mit einem stilisierten Konterfei Einsteins stammen aus Ziegelsteinen der Ruinen des Geburtshauses des Physik-Genies. Das Haus in der Nähe des Hauptbahnhofs war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.

+++ 12.12 Uhr: Selbstmordanschlag in Regierungsgebäude in Afghanistan +++

In der ostafghanischen Stadt Dschalalabad hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Ein Sprecher der Regierung der Provinz Nangarhar sagte, der Attentäter sei in ein Regierungsgebäude eingedrungen und habe dort den Sprengsatz gezündet. Rettungskräfte seien im Einsatz, um sich um mögliche Opfer zu kümmern.

+++ 11.56 Uhr: Weniger Unternehmensgründungen in Deutschland +++

Die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland ist besonders im Bereich der forschungs- und entwicklungsintensiven Industriezweige zurückgegangen. Das Minus betrug dort mit gut 1100 Gründungen im Jahr 2018 rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim mitteilte. Insgesamt seien im vergangenen Jahr in Deutschland 155.000 Unternehmen gegründet worden, 6000 weniger als 2017 und fast 60.000 weniger als vor zehn Jahren. Der Rückgang um fast vier Prozent sei der stärkste seit 2014.

Weniger Gründungen in Industriezweigen mit starkem Forschungs- und Entwicklungsanteil allein seien noch kein Indikator für sinkende Innovationskraft einer Volkswirtschaft. Denn ein Großteil der Innovationstätigkeit vollziehe sich in etablierten Unternehmen, teilte ZEW-Ökonom Johannes Bersch mit.

+++ 11.42 Uhr: Rechtsanwalt eines Kronzeugen in Amsterdam erschossen +++

In Amsterdam ist ein Rechtsanwalt in einem großen Mord-Prozess gegen eine organisierte Bande getötet worden. Der 44 Jahre alte Verteidiger sei gegen 7.30 Uhr auf offener Straße bei seiner Wohnung im Süden der Stadt erschossen worden, teilte die Polizei mit. Der Täter konnte nach Angaben der Polizei zu Fuß entkommen. Der Anwalt hatte in einem Mord-Prozess den Kronzeugen gegen die Angeklagten verteidigt, die als schwerste Kriminelle des Landes gelten. Im vergangenen Jahr war bereits der Bruder des Kronzeugen umgebracht worden. Er hatte nichts mit dem Verfahren zu tun. Vertreter aus Politik und Justiz reagierten zutiefst schockiert und sprachen von einem Angriff auf den Rechtsstaat. Ministerpräsident Mark Rutte zeigte sich im Parlament in Den Haag „zutiefst besorgt.“

+++ 11.24 Uhr: Drei Tote bei Rennboot-Unfall vor der Küste Venedigs +++

Bei einem Unfall mit einem Rennboot vor der Küste Venedigs sind drei der Insassen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr und italienischer Medien raste das Rennboot beim Versuch, einen neuen Geschwindigkeitsrekord für die Strecke Monte Carlo nach Venedig aufzustellen, am Dienstagabend nahe des Fährhafens Punta Sabbioni gegen die Klippen.     

Zu den Opfern gehörte demnach der italienische Motorboot-Konstrukteur und -Champion Fabio Buzzi sowie zwei britische Rennfahrer. Ihre Leichen wurden aus dem unter Wasser liegenden Heck des Rennboots geborgen. Ein weiterer italienischer Rennbootfahrer wurde bei dem Unglück aus dem Boot geschleudert und überlebte. Das 20 Meter lange Boot erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern. 

+++ 11.19 Uhr: Bahn weist Kritik des Rechnungshofs zurück +++

Die Deutsche Bahn hat Kritik des Bundesrechnungshofs an der Verwendung von Milliardenmitteln des Bundes zurückgewiesen. Dessen Vorschläge schadeten dem deutschen Bahnsystem, erklärte der bundeseigene Konzern  in Berlin. Eine von der Politik gewünschte Verdoppelung der Fahrgastzahlen sei nur mit langfristig geplanten und finanziell abgesicherten Programmen umzusetzen. Schon heute lege die Bahn jährlich einen detaillierten Bericht zum Zustand des Netzes vor, der dem Bund zur Kontrolle des Mitteleinsatzes diene.

Würden die Budgets für das Gleisnetz wie vom Rechnungshof gefordert in Zwei-Jahres-Scheiben zur Verfügung gestellt, müsste der Bund noch tiefer in die Tasche greifen. Baupreise würden explodieren, Planungen würden nicht über mehrere Jahre vorangetrieben und Baufirmen könnten nicht die notwendigen Kapazitäten bereitstellen, warnte die Bahn. Der Rechnungshof hatte eine stärkere Kontrolle bei der Verwendung der Bundesmittel gefordert.

+++ 11.13 Uhr: Regierung beschließt Gesetz gegen Ausbeutung von Paketboten +++

Paketboten sollen per Gesetz besser vor Ausbeutung geschützt werden. Das Bundeskabinett beschloss dazu in Berlin das sogenannte Paketboten-Schutz-Gesetz von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Versandunternehmen werden dadurch verpflichtet, Sozialbeiträge für säumige Subunternehmer nachzuzahlen.

Die Entwicklung in Teilen der Paketbranche sei schon länger nicht mehr akzeptabel, sagte Heil. „Arbeitende Menschen werden ausgebeutet, oft Menschen aus Mittel- und Osteuropa, die nur wenig Deutsch sprechen.“ Deshalb werde die Nachunternehmerhaftung für Sozialversicherungsbeiträge auch für die Paketbranche auf den Weg gebracht. In der Baubranche und in der Fleischwirtschaft habe sich die Nachunternehmerhaftung bei vergleichbarer Problemlage bewährt.

+++ 11.12 Uhr: Europapolitiker Weber spricht sich für neues Brexit-Referendum aus +++

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber hat ein erneutes Brexit-Referendum in Großbritannien befürwortet, sollte die dortige Regierung keine Lösung finden. Könne die Regierung des Vereinigten Königreichs ihre Blockade im Streit um den EU-Austritt nicht überwinden, sei es das Beste, diese Frage an die Menschen zurückzugeben, sagte Weber im Plenum des Europaparlaments in Straßburg. „Die Bürger in Großbritannien sollten über die Zukunft entscheiden“, so Weber. Der EU-Austritt sei unkalkulierbar geworden und man müsse sich auch auf den schlimmsten Fall vorbereiten.

Britische Regierung fürchtet Engpässe und Unruhen bei No-Deal-Brexit

Weber kritisierte zudem die mehrwöchtige Zwangspause für das britische Parlament, für die Premierminister Boris Johnson gesorgt hatte. Das Parlament vertrete das Volk, nicht der Premierminister. Zwar werde der Ausgang des Brexit-Referendums respektiert, so Weber. Er erinnerte aber zugleich daran daran, dass sich 2016 in der Volksabstimmung nur eine knappe Mehrheit der Wähler für den EU-Austritt des Landes ausgesprochen hatte, nicht das gesamte Volk. Damals hatten 51,9 Prozent der Briten für den Brexit votiert – 17,4 Millionen Briten stimmten am 23. Juni 2016 dafür, der EU den Rücken zu kehren, 16,1 Millionen dagegen.

+++ 10.44 Uhr: WDR-Intendant Tom Buhrow wird ARD-Vorsitzender +++

Der WDR-Intendant Tom Buhrow, 60, wird nächster ARD-Vorsitzender. Zum Jahreswechsel übernimmt er das Amt von Ulrich Wilhelm. Das hat die ARD-Hauptversammlung in Stuttgart beschlossen, wie der öffentlich-rechtliche Senderverbund mitteilte. Die Landesrundfunkanstalten wechseln sich in der Regel alle zwei Jahre im Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft ab. Ulrich Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunks, ist seit Anfang 2018 ARD-Vorsitzender. Der WDR hatte zuletzt 2011/2012 den ARD-Vorsitz inne. Die ARD-Intendanten trafen sich am Montag und Dienstag in Stuttgart.

+++ 10.35 Uhr: Taliban erklären sich zu neuen Gesprächen mit den USA bereit +++

Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan haben sich zu neuen Gesprächen mit den USA bereit erklärt. „Unsere Türen sind für Verhandlungen geöffnet“, sagte der Chefunterhändler der Taliban, Scher Mohammed Abbas Staniksai,  der Rundfunkgesellschaft BBC. Am Dienstag waren bei zwei Selbstmordanschlägen, für die die Taliban die Verantwortung übernahmen, 48 Menschen getötet und etwa 80 verletzt worden.    

Staniksai verteidigte die Gewaltanwendung durch die Taliban. Er wies darauf hin, dass die USA ihrerseits während der jüngst abgebrochenen Verhandlungen nach eigenen Angaben tausende Taliban-Kämpfer getötet hätten. 

+++ 10.10 Uhr: Lebenslange Haft für Mörder von Tramperin Sophia L. +++

Wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung an der Tramperin Sophia Lösche hat das Landgericht Bayreuth einen Lastwagenfahrer zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sprach den 42-Jährigen am Mittwoch schuldig, die Studentin im vergangenen Jahr umgebracht zu haben.

+++ 9.54 Uhr: Präsident Ruhani bezeichnet Angriff auf Öl-Anlagen als Warnung der jemenitischen Rebellen +++

Bei den Angriffen auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien hat es sich nach den Worten von Irans Präsident Hassan Ruhani um eine „Warnung“ der jemenitischen Rebellen an die Regierung in Riad gehandelt. Saudi-Arabien solle daraus „Lehren“ ziehen, sagte Ruhani laut einer Mitteilung der iranischen Regierung im Kurzbotschaftendienst Twitter. „Sie haben kein Krankenhaus getroffen (…), sie haben keine Schule getroffen (…). Sie haben nur ein Industriezentrum getroffen, um Euch zu warnen“, sagte Ruhani demnach.

+++ 8.37 Uhr: Israelische Sicherheitskräfte schießen auf mit Messer bewaffnete Palästinenserin +++

Israelische Sicherheitskräfte haben an einem Grenzübergang zum besetzten Westjordanland eine mit einem Messer bewaffnete Palästinenserin getötet. Das teilten die Polizei und ein Jerusalemer Krankenhaus mit. Der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld erklärte, eine „Terroristin“ habe sich den Sicherheitskräften am Übergang Kalandija genähert. Sie sei trotz Aufforderung nicht stehengeblieben und habe ein Messer gezückt. Daraufhin hätten die Sicherheitskräfte ihr ins Bein geschossen. Das Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem teilte wenig später mit, die Frau sei gestorben.

+++ 8.12 Uhr: Zwei Priester im Vatikan wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen angeklagt +++  

Zwei italienischen Priestern soll wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen innerhalb des Vatikans der Prozess gemacht werden. Dies habe der sogenannte Justizpromotor des Vatikans entschieden, teilte der Heilige Stuhl mit. Gabriele Martinelli werde sexueller Missbrauch vorgeworfen, Enrico Radice Beihilfe zum Missbrauch. Es gehe um Vorfälle im sogenannten Präseminar Pius X. vor dem Jahr 2012. Die Ermittlungen seien 2017 nach Presseberichten eingeleitet worden, teilte der Vatikan weiter mit. Martinelli sei zur Zeit der mutmaßlichen sexuellen Übergriffe 21 Jahre alt und für die Ausbildung von Ministranten zuständig gewesen. Martinelli wurde 2017 zum Priester geweiht. Radice war Rektor der Einrichtung.

+++ 7.33 Uhr: Sänger Nick Carter will Kontaktverbot für Bruder Aaron +++

Backstreet-Boys-Sänger Nick Carter (39) bemüht sich nach eigenen Worten um ein Kontaktverbot für seinen jüngeren Bruder Aaron (31). Dieser habe kürzlich erklärt, er trage Gedanken in sich, „meine schwangere Frau und mein ungeborenes Kind umzubringen“, erklärte der Musiker. Seine Schwester und er hätten keine andere Wahl gehabt, als die Verfügung zu beantragen. Das People-Magazin „TMZ“ berichtete, ein Anhörungstermin in der Sache sei für den 16. Oktober festgesetzt worden. Aaron entgegnete auf Twitter, er habe seinen Bruder seit vier Jahre nicht gesehen und habe dies auch nicht vor. „Ich würde meiner Familie niemals Schaden zufügen.“ 

+++ 6.07: Australier kriecht zwei Tage mit gebrochenem Bein durch Wildnis +++

 Eigentlich wollte Neil Parker nur drei Stunden wandern – daraus wurde eine zweitägige Odyssee, die der Australier nur mit viel Glück überlebte. Der erfahrene Buschwanderer brach am Sonntag im australischen Bundesstaat Queensland zu der Tour auf – und stürzte kurz darauf einen sechs Meter hohen Wasserfall hinab, wie lokale Medien am Mittwoch berichteten. Dabei verletzte sich der 54-Jährige erheblich – mit gebrochenem Bein und Handgelenk kroch er dann zwei Tage lang durch die Wildnis. Sein Bein schiente er mit Wanderstöcken.

Er habe sein verletztes Bein anheben und klettern müssen, sagte er der australischen Nachrichtenagentur AAP. Schließlich habe er es geschafft, auf eine Lichtung im Cabbage Tree Creek am Mount Nebo, nordwestlich von Brisbane, zu gelangen, wie der Sender ABC berichtete. „Ich dachte, wenn irgendjemand Alarm schlägt, muss ich aus den Felsen zurückklettern, um da rauszukommen“, sagte er. Von der Lichtung wurde er dann am Dienstag gerettet – und per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Sein Überleben führte er auf seine Vorbereitung, seine Familie und eine Wandergruppe zurück, die sich auf die Suche nach ihm gemacht hatte.

+++ 5.09 Uhr: EU-Parlament berät Auswege aus dem Brexit-Drama +++

Sechs Wochen vor dem Brexit-Datum Ende Oktober berät das Europaparlament an diesem Mittwoch, welche Chancen für ein glimpfliches Ende des Dramas noch bleiben. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker berichtet in Straßburg über sein Gespräche mit dem britischen Premierminister Boris Johnson Anfang der Woche. In einer Resolution wollen die Abgeordneten dann die Position der Europäischen Union bekräftigen.

+++ 4.54 Uhr: Zugausfälle nach Sturm in Norddeutschland auch am Mittwoch +++

Nach den durch einen Sturm verursachten Schäden auf mehreren Strecken in Norddeutschland müssen sich Passagiere auch am Mittwochmorgen noch auf Zugausfälle gefasst machen. „Die Fernverkehrszüge zwischen Hannover und Bremen werden weitgehend ausfallen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Auch auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover könne es zu Einschränkungen kommen. „Wir empfehlen, dass sich Fahrgäste vor Reiseantritt über ihre Verbindung informieren.“ 

+++ 4.02 Uhr: Zahl der Asylsuchenden aus der Türkei nimmt einem Bericht zufolge zu +++

Die Zahl der türkischen Asylbewerber nimmt einem Medienbericht zufolge seit dem Putschversuch durch das türkische Militär im Juli 2016 kontinuierlich zu. Von Januar bis August dieses Jahres stellten 7610 Türken einen Asylantrag in Deutschland, wie die „Rheinische Post“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) berichtete. Auch die Anerkennungsquote steige. Sie lag demnach bei 44,8 Prozent. 

+++ 3.58 Uhr: Drei Menschen sterben bei Rennboot-Unfall vor Venedig +++

Ein Rekordversuch mit einem Rennboot hat für drei Menschen vor der Küste Venedigs ein tödliches Ende genommen. Ihr Boot raste am Dienstagabend nahe eines Hafens gegen Klippen, wie die italienische Feuerwehr twitterte. Drei Leichen seien aus der unter Wasser liegenden Kabine geborgen worden, ein weiterer Mensch sei über Bord gegangen und dabei verletzt worden. Laut Nachrichtenagentur Ansa war eines der Opfer ein italienischer Rennboot-Konstrukteur und -Fahrer, der versucht habe, einen Geschwindigkeitsrekord von Monte Carlo nach Venedig aufzustellen. Bei den beiden anderen Opfern handele es sich um britische Piloten. 

+++ 2.58 Uhr: Netanjahu gibt sich trotz Patt bei Israel-Wahl siegesgewiss +++

Israels rechtskonservativer Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich trotz Prognosen über ein Patt bei der Parlamentswahl siegesgewiss geäußert. Am frühen Mittwochmorgen kündigte er vor Anhängern in Tel Aviv an, er wolle in den kommenden Tagen Verhandlungen über die Bildung einer „starken Regierung“ aufnehmen. Ziel sei es, eine „gefährliche, anti-zionistische Regierung“ zu verhindern.

Bei der Parlamentswahl zeichnet sich nach TV-Prognosen ein knappes Rennen zwischen Netanjahu und seinem Herausforderer Benny Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß ab. Der Likud kam demnach auf 31 bis 32 Mandate und Blau-Weiß auf 32 Mandate.

+++ 2.39 Uhr: 200 Reisende müssen nach Sturm in Zügen in Hannover übernachten +++

Wegen Sturmschäden auf mehreren Bahnstrecken sind 200 Reisende in Hannover gestrandet und haben in der Nacht zu Mittwoch in Zügen übernachtet. Die Deutsche Bahn habe dafür zwei ICEs mit insgesamt 1400 Plätzen zur Verfügung gestellt, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Auch in Kassel-Wilhelmshöhe und Hamburg standen Züge für Passagiere zur Übernachtung bereit, wurden aber nicht in Anspruch genommen.

+++ 2.07 Uhr: US-Außenminister Pompeo reist nach Saudi-Arabien +++

Nach den Luftangriffen auf zwei saudiarabische Öl-Anlagen wird US-Außenminister Mike Pompeo am Mittwoch in Saudi-Arabien erwartet. Pompeo sei auf dem Weg in das Königreich, um dort über die Reaktion auf die Luftangriffe zu beraten, sagte Vizepräsident Mike Pence am Dienstag in Washington. Ein US-Regierungsvertreter hatte zuvor erklärt, die USA verfügten über gesicherte Erkenntnisse für die Verantwortung des Iran für die Angriffe.

+++ 2.05 Uhr: Gantz will nach Israel-Wahl große Koalition bilden +++

Nach der Wahl in Israel hat sich der Vorsitzende des oppositionellen Mitte-Bündnisses Blau-Weiß für die Bildung einer großen Koalition ausgesprochen. Man müsse geduldig auf die endgültigen Ergebnisse der Wahl warten, sagte Gantz in der Nacht zum Mittwoch vor jubelnden Anhängern. Dennoch werde man umgehend Kontakte zur Bildung einer „breiten Einheitsregierung“ aufnehmen. Er wolle in den kommenden Tagen mit Ex-Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und weiteren möglichen Partnern sprechen, sagte Gantz. Sein Ziel sei es, die israelische Gesellschaft wieder zu einen.

Auch Lieberman, Vorsitzender von Israel Beitenu (Unser Haus Israel), forderte am Dienstagabend eine „nationale, liberale, breite Regierung“. Diese müsse aus seiner eigenen Partei, dem rechtskonservativen Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem Mitte-Bündnis von Ex-Militärchef Gantz bestehen.

+++ 1.12 Uhr: Mindestens 29 Leichen in Massengrab in Mexiko entdeckt +++

In einem Massengrab in Mexiko sind die Leichen von mindestens 29 Menschen entdeckt worden. Die menschlichen Überreste steckten in 119 Plastiksäcken in einer fünf Meter tiefen Grube, wie die Behörden im westmexikanischen Bundesstaat Jalisco am Dienstag mitteilten. Bei den Opfern handele es sich um 27 Männer und zwei Frauen. Das Massengrab wurde demnach bereits Anfang September entdeckt. 

+++ 0.45 Uhr: Staatsanwaltschaft erhebt Klage gegen Bremer Ex-Bamf-Chefin +++

Die Bremer Staatsanwaltschaft hat einem Medienbericht zufolge beim Landgericht Anklage gegen die frühere Leiterin der Bremer Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erhoben. Die Ermittler werfen der Beamtin vor, in fast hundert Fällen gegen Gesetze verstoßen zu haben, wie der „Spiegel“ am Mittwoch berichtete. Auch gegen zwei Rechtsanwälte wurde demnach Anklage erhoben. Im April 2018 war bekannt geworden, dass die Bremer Bamf-Außenstelle zwischen 2013 und 2016 in mindestens 1200 Fällen Asylanträge zu Unrecht bewilligt haben soll. Gegen die frühere Leiterin der Behörde, Ulrike B., und weitere Beschuldigte wurden Ermittlungen eingeleitet.

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