Bergsteigen Das sollten Wanderer immer dabeihaben

Im Herbst treibt es viele in die Berge.

Im Herbst treibt es viele in die Berge.

© DUSAN ZIDAR/Shutterstock.com

Angenehme Temperaturen, bunte Wälder und sonnige Gipfel: Berg-Fans kommen jetzt auf ihre Kosten. Diese Dinge sollten Wanderer dabeihaben.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Ihren Rucksack räumen viele Outdoor-Fans dennoch nicht in den Keller, denn der Herbst ist die ideale Jahreszeit zum Wandern. Kein Wunder: Angenehme Temperaturen, bunte Wälder und sonnige Gipfel warten auf Wanderer. Während Routiniers genau wissen, was in den Rucksack gehört, sind Anfänger vom Überangebot in den Sportgeschäften häufig überfordert. Das brauchen Sie wirklich.

Gutes Schuhwerk und die richtigen Socken

Das A und O beim Wandern ist das richtige Schuhwerk. Von Sneakers oder gar Sandalen ist abzuraten. Denn auf rutschigen Steinen, Wurzeln und Schotter bieten leichte Schuhe wenig Halt und erhöhen das Unfallrisiko. Daher sollten Wanderschuhe, egal ob auf Kurzstrecken oder längeren Touren, gute Sohlen haben und über die Knöchel reichen. Das sorgt für einen sicheren Stand und Sie knicken nicht so schnell um. Wanderschuhe sollten wie angegossen passen, damit der Träger einen sicheren Tritt hat und keine Blasen bekommt.

Neben den optimalen Schuhen kommt es auf die richtigen Socken an. Diese sollten etwas dicker und höher als der Schuh sein. Ansonsten reibt der Wanderschuh und es bilden sich Blasen. Am besten zu Trekkingsocken greifen, die eine spezielle Polsterung an den Zehen und Fersen haben.

Auf die richtige Kleidung kommt es an

Mit einer Jeans Berge zu erklimmen, macht keinen Spaß. Der raue Stoff reibt mit der Zeit und die Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt. Deshalb lohnt es sich, in eine Wanderhose zu investieren. Diese ist atmungsaktiv, leicht und hält bei guter Pflege einige Jahre. Ein Funktionsshirt komplettiert das Wanderoutfit.

Im Herbst unbedingt einen warmen Pullover oder eine Fleecejacke einpacken. Denn in höheren Lagen ist die Temperatur meistens niedriger als im Tal. Wer außerdem nicht im schweißnassen Oberteil auf dem Gipfel frieren will, nimmt ein Ersatzshirt mit. Auf längeren Strecken sollten Wanderer zusätzlich für Regen gewappnet sein und eine Regenhose zum Überziehen sowie eine Regenjacke eingepackt haben.

Unerlässliche Accessoires

Um sich vor der Sonne zu schützen, ist eine Kappe ideal. Auch eine Sonnenbrille gehört zur Bergausrüstung, damit die Augen vor der UV-Strahlung geschützt sind. Selbst bei leichter Wolkendecke ist eine Sonnencreme auf dem Berg unerlässlich: Pro 1.000 Höhenmetern steigt die UV-Belastung für die Haut um zehn Prozent. Der Deutsche Alpenverein rät zu einem Lichtschutzfaktor von über 25. Außerdem im Herbst an Handschuhe und eine Mütze denken.

Rucksack und andere Wegbegleiter

Um all das bequem zu verstauen, ist ein Rucksack die beste Wahl. Für eine Tagestour bieten sich Rucksäcke mit 25 bis 30 Liter Fassungsvermögen an. Beim Kauf darauf achten, dass er am Rücken atmungsaktiv und gut gepolstert ist. Außerdem sollte er gut sitzen und wasserabweisend sein. Wanderstöcke eignen sich perfekt, um beim Bergabgehen die Kniegelenke zu entlasten und bieten zusätzlichen Halt, wenn die Steine und Wege rutschig sind.

Die richtige Verpflegung

Besonders wichtig ist es, auf der Wanderung genug Wasser dabei zu haben. Alternativ eignen sich ungesüßte Kräutertees. Am besten eine Trinkflasche mitnehmen, die Gipfelstürmer unterwegs an Quellen immer wieder auffüllen können. Bei einer mittelschweren Tagestour mit mindestens zwei Liter pro Person rechnen, empfiehlt der Deutsche Alpenverein.

Wer den ganzen Tag auf den Beinen ist, bekommt unweigerlich Hunger. Obst oder Energieriegel beanspruchen nur wenig Platz im Rucksack und liefern schnell Energie. Bei den meisten Wanderwegen liegen Almen entlang der Strecke, die bewirtschaftet sind. Dort können sich Hungrige stärken – deshalb etwas Geld dabeihaben. Im Herbst allerdings immer vorher informieren, ob die Almen noch geöffnet haben.

Alles für die Sicherheit

Um die Orientierung nicht zu verlieren, sind Navigationssysteme ratsam, wie ein GPS-Gerät oder ein Smartphone mit entsprechender App. Allerdings hat man in den Bergen nicht überall Empfang und der Akku macht irgendwann schlapp. “Alpenvereinaktiv”, die App des Deutschen Alpenvereins, bietet beispielsweise Kartenmaterial, das auch offline funktioniert. Bei längeren Touren empfiehlt sich außerdem, eine Powerbank dabei zu haben. Wer nicht auf Technik setzten möchte, nimmt eine Wanderkarte der Region mit und zeichnet die entsprechende Route ein.

Ein Erste-Hilfe-Set gehört ebenfalls zur Grundausstattung. Ist Schlimmeres passiert, hilft zum Beispiel die SOS-EU-ALP-App. Mithilfe der App können Wanderer einen Notruf absetzen. Neben der Telefonnummer übermittelt die App auch den Standort an die jeweilige Rettungsleitstelle.

SpotOnNews

Artikelquelle

Artikel in der gleichen Kategorie: