Köln: Leichen in Wohnung gefunden

 In einer Wohnung in Köln-Mülheim haben Polizisten in der Nacht zum Dienstag zwei Leichen gefunden. Bei den Toten handelte es sich um die 78-jährige Wohnungsinhaberin und einen 60 Jahre alten Bekannten der Frau, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittler gehen demnach von einem Gewaltverbrechen aus. In dem Fall ermittelt nun eine Mordkommission.     Die Hintergründe waren zunächst unklar. Kripobeamte sicherten Spuren am Tatort und vernahmen Zeugen.

Nach Polizeiangaben hatte sich am frühen Dienstagmorgen ein 26-jähriger Anwohner bei der Ordnungshütern gemeldet und um Hilfe wegen einer Ruhestörung gebeten. Der 26-Jährige gab demnach an, dass jemand an der Haustür stehe und dauerhaft die Klingel betätige. Am Einsatzort trafen die Polizisten mehrere Menschen an. In einer Wohnung des Nachbarhauses fanden sie dann die beiden Opfer. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion der Leichen an.

Quelle: DPA

Köln: Massive Einschränkungen durch Bombenentschärfung

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn kommt es durch die Entschärfung einer Weltkriegsbombe voraussichtlich zu massiven Einschränkungen. Der Bahnhof Köln Messe/Deutz werde ab 9 Uhr nicht mehr angefahren, sagte ein Konzernsprecher am Morgen. Am Hauptbahnhof sei durch die Sperrung der Hohenzollernbrücke ab 12.00 Uhr mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Diese sollen bis zum späten Mittag andauern. Wie viele Züge betroffen sind, war zunächst unklar. 

Die Hohenzollernbrücke und der benachbarte Hauptbahnhof sind einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im deutschen Eisenbahnnetz. Während der Entschärfung werden neben der Hohenzollernbrücke auch der Schiffsverkehr auf dem Rhein und der Luftraum gesperrt.

Der Blindgänger war am Montagabend bei Bauarbeiten am Kennedy-Ufer in Deutz gefunden worden. Spezialisten sollen die amerikanische Zehn-Zentner-Bombe nach Angaben der Stadt am Vormittag freilegen. Die Bodenverhältnisse seien aber schwierig. Parallel findet demnach die Evakuierung statt. Hierfür werde ein Sperrkreis von 500 Metern eingerichtet. Betroffen sind laut Stadt örtliche Wirtschaftsunternehmen, die Oper Köln oder der Landschaftsverband Rheinland. Nach Angaben der Polizei ist außerdem das Gebäude der Mediengruppe RTL betroffen. Der Sende- und Produktionsbetrieb gehe aber von außerhalb weiter, teilte der Sender mit. Zudem müssen 15 Anwohner ihre Häuser verlassen. 

Quelle: DPA

Frankfurt: Tausende Knöllchen unrechtmäßig ausgestellt

In Frankfurt wurden etliche Strafzettel unrechtmäßig verteilt, da sie von privaten Dienstleistern ausgestellt wurden. Laut einem Urteil des Oberlandesgerichts ist dies jedoch gesetzeswidrig. Das Recht, Ordnungswidrigkeiten wie Falschparken zu ahnden, sei ausschließlich dem Staat, in diesem Fall der Polizei, zugewiesen, hieß es in dem Urteil von Montag. Ein Autofahrer hatte einem Bericht der “Frankfurter Rundschau” zufolge geklagt, weil ihm ein Strafzettel über 15 Euro von einem von der Stadt als “Stadtpolizist” bestellten Mitarbeiter einer privaten Firma ausgestellt wurde. Dieser hatte in Uniform kontrolliert. Damit sei „ein täuschender Schein der Rechtsstaatlichkeit aufgebaut worden, um den Bürgern und den Gerichten gegenüber den Eindruck polizeilicher Handlungen zu vermitteln“, so das Gericht. Dass Knöllchen auch von Mitarbeitern privater Firmen verteilt werden, ist demnach auch in anderen hessischen Kommunen gängige Praxis. Autofahrer, die betroffen sind, sollten den Strafzettel erst mal nicht bezahlen, rät dem Bericht nach der ADAC. Dass Geld zurückfordern sei einer ersten Einschätzung zufolge nicht möglich, das die Wertgrenze für Wiederaufnahmeverfahren deutlich über den üblichen Gebühren läge, heißt es.

Quelle: “Frankfurter Rundschau”

 Nachrichten von Montag, den 20. Januar

Potsdam: Toter Mann in S-Bahn gefunden 

In Babelsberg ist am Montag ein Mann in einer S-Bahn ums Leben gekommen. Das bestätigte die Polizei den “Potsdamer Neuesten Nachrichten” (PNN). Auch die “Märkische Allgemeine Zeitung” (MAZ) berichtete über den Vorfall. Wie und wann genau der Mann zu Tode kam, sei noch unklar. Jedoch sei eine “Einwirkung Dritter momentan nicht zu erkennen”, zitierte die “MAZ” den Polizeidirektionssprecher Oliver Bergholz.

Laut “MAZ” sei der leblose Mann auf einer Sitzgruppe gefunden worden. Am Bahnhof Babelsberg sei es gegen Mittag zu einem Notarzteinsatz gekommen und zur Feststellung des Todes. Die Polizei habe daraufhin ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, so Polizeidirektionssprecher Bergholz zur “MAZ”. Die Identität des Toten sei noch nicht abschließend geklärt, allerdings gebe es erste Hinweise, so die Polizei zu “PNN”. 

Zuvor hatte die S-Bahn Berlin via Twitter mitgeteilt, dass es “wegen der ärztlichen Versorgung eines Fahrgastes im Zug” auf der Linie S7 zu Verspätungen und Ausfällen kommen könne. Nach dem Unglück sei der S-Bahnhof Babelsberg teilweise gesperrt worden, so “PNN”, die Fahrgäste des betroffenen Zuges mussten umsteigen.

Quellen: “Potsdamer Neueste Nachrichten”, “Märkische Allgemeine Zeitung”

Schwäbisch Gmünd: Dreijähriger ertrinkt offenbar im Fluss 

Es ist der Albtraum aller Eltern: Ein Dreijähriger in Schwäbisch Gmünd ist am Montag vermutlich im Fluss Rems ertrunken. Wie die Staatsanwaltschaft in Ellwangen und die Polizei in Aalen mitteilten, lief der Junge wohl von seiner Kindergartengruppe auf einem Spielplatz weg und fiel wahrscheinlich ins Wasser. Er wurde kurze Zeit später leblos im Fluss gefunden. Das Kind wurde vom Rettungsdienst samt Notarzt versorgt, starb aber trotz Reanimationsmaßnahmen später im Krankenhaus. Die Polizei nahm Ermittlungen zum Unglückshergang auf. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an.

Quelle: DPA

Frankfurt: Knöllchen privater Dienstleister rechtswidrig

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) hat in einer Grundsatzentscheidung die Überwachung des ruhenden Verkehrs durch “private Dienstleister” für gesetzeswidrig erklärt. Die so ermittelten Beweise unterliegen einem absoluten Verwertungsverbot, entschied das OLG mit dem am Montag veröffentlichten Beschluss.

Der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main hatte als Ortspolizeibehörde wegen unerlaubten Parkens im eingeschränkten Halteverbot gegen den Betroffenen ein Verwarngeld von 15 Euro verhängt. Auf den Einspruch des Betroffenen bestätigte das Amtsgericht Frankfurt am Main durch ein Urteil im Juli 2018 das Verwarngeld. Die Feststellungen zu dem Parkverstoß beruhen auf der Angabe des in der Hauptverhandlung vernommenen Zeugen H.. Dieser war der Stadt Frankfurt durch “die Firma W. überlassen” und von der Stadt als “Stadtpolizist” bestellt worden. Die Tätigkeit übte der Zeuge in Uniform aus.

Anders urteilten nun die Richter am OLG. Der Einsatz “privater Dienstleister” zur Verkehrsüberwachung des ruhenden Verkehrs sei gesetzeswidrig. Das Recht, Ordnungswidrigkeiten zu ahnden, sei ausschließlich dem Staat – hier konkret der Polizei – zugewiesen. Dieses im Rechtsstaatsprinzip verwurzelte staatliche Gewaltmonopol beziehe sich auf die gesamte Verkehrsüberwachung, d.h. sowohl den fließenden als auch den ruhenden Verkehr. Wie die “Hessenschau” berichtet, können Betroffene mit einem entsprechenden Nachweis – dem Strafzettel, einem Aktenzeichen oder dem Überweisungsbeleg – ihr Geld zurückfordern.

Quelle: OLG Frankfurt

Kamen: Kleinkind bei Flaschenwurf verletzt – Anklage erhoben

Der Fall um ein von einer Whiskyflasche am Kopf getroffenes und schwer verletztes Mädchen hatte Anfang November bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ein 32-Jähriger aus Moers war in einem Partyzug unterwegs gewesen und hatte bei der Durchfahrt am Bahnhof Kamen achtlos eine Flasche aus dem Fenster geworfen. Die zerschellte Ermittlern zufolge erst an einer Betonwand – danach trafen Teile der Flasche ein zweijähriges Mädchen, das dabei ein offenes Schädel-Hirn-Trauma erlitt und notoperiert werden musste. Erst Stunden später stellte sich der Tatverdächtige.

Am Montag, knapp drei Monate nach dem verhängnisvollen Wurf, hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage gegen den Mann erhoben. Der Vorwurf: Fahrlässige Körperverletzung. Im Falle eines Schuldspruchs droht dem 32-Jährigen mindestens eine Geldstrafe. Als Höchststrafe sieht das Gesetz laut Staatsanwalt Henner Kruse drei Jahre Haft vor. Der Prozess vor dem Amtsgericht Kamen beginnt voraussichtlich in ein paar Monaten.

Quelle: DPA

Eppingen: Biber bauen Damm – und schaffen es auf Google Maps

Mit einem überaus erfolgreichen Dammbau haben es fleißige Biber in der Nähe von Eppingen (Baden-Württemberg) bis auf den Online-Kartendienst Google Maps geschafft. Auf dem rund um den Damm entstandenen See haben sich mittlerweile Enten angesiedelt, ein handgemachtes gelbes Ortsschild verweist auf den “Bibersee” und die Beamten der Stadt entwerfen ein Konzept für das Gewässer.

Eppingen: Biber legen Zuckerrübenfeld unter Wasser

Der See war nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart durch den Rückstau des Dammes am kleinen Hilsbach entstanden. Weil der Damm den Wasserstand an der Lebensstätte der Biber reguliere, habe er für diese eine schützende Funktion, sagte Frank Edlinger, der bei der Stadt Eppingen für die Biotopvernetzung zuständig ist. Zuerst hatte die “Heilbronner Stimme” über den “Bibersee” berichtet.

Quelle: DPA

Hagen: 80-Jähriger startet irre Geisterfahrt auf A45

Ein 80-jähriger Autofahrer hat auf der A45 in Nordrhein-Westfalen eine 20 Kilometer lange Geisterfahrt hingelegt. Laut Polizei fuhr der Mann aus dem hessischen Dillenburg in der Nacht auf Samstag gegen 2:30 Uhr am Rastplatz Sauerland-West in die falsche Richtung auf die Autobahn. Sofort verfolgte ihn ein Streifenwagen, doch der Senior zeigte sich davon unbeeindruckt. Selbst eine an einer Baustelle errichtete Straßensperre ließ den 80-Jährigen kalt. Er quetschte sich mit seinem Wagen an der Sperre vorbei und rollte langsam weiter. Erst als er von Streifenwagen umzingelt war, stoppte er seine Geisterfahrt – aussteigen wollte er aber nicht. Als Polizisten seine Tür öffnen wollten, fuhr der Mann wieder an. Schließlich gelang es den Beamten doch noch, den Rentner aus seinem Auto zu holen. Dass er seine Irrfahrt unfallfrei überstand, ist fast ein Wunder. Nach Polizeiangaben passierte er etwa 50 entgegenkommende Fahrzeuge.

Quelle: Polizei Dortmund

Hamburg: Polizei entdeckt Leiche bei Wohnungsdurchsuchung

Die Hamburger Polizei hat am Sonntagmorgen in einer Wohnung in der Neustadt eine Leiche gefunden. Wie die Beamten am Abend berichteten, vollstreckten Ermittler einen Durchsuchungsbeschluss in einem Mehrfamilienhaus. Dabei stießen sie auf die Leiche, die den Angaben zufolge schon länger in der Wohnung gelegen hat. Der Mieter, ein 45-jähriger Italiener, wurde vorläufig festgenommen. Zur Identität der Leiche und der Todesursache wollte die Polizei am Sonntagabend noch keine Angaben machen. Nach ersten Erkenntnissen vermuten die Ermittler ein Tötungsdelikt.

Nachrichten aus Deutschland: Amtliches Siegel an einer Wohnungstür in Hamburg

Bei der Durchsuchung dieser mittlerweile versiegelten Wohnung fanden Ermittler der Hamburger Polizei am Sonntagmorgen eine Leiche. Der Mieter wurde vorläufig festgenommen.

Quelle: Polizei Hamburg

Frankfurt: Regio-Express kracht auf Prellbock – fünf Verletzte 

Bei einem Zugunfall im Frankfurter Hauptbahnhof sind am Montagmorgen nach Angaben der Feuerwehr fünf Menschen verletzt worden. Ein Regionalexpress sei gegen einen Prellbock gefahren, teilte die Frankfurter Feuerwehr beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zwei Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden, unter anderen hätten sie Platzwunden am Kopf erlitten, sagte ein Sprecher. Drei Menschen seien ambulant vor Ort behandelt worden. Die Unfallursache war zunächst unklar.

Quelle: DPA

Wilhelmshaven: Mann muss mit Seilwinde aus Watt geborgen werden

Die Suche nach Wattwürmern endete für einen Mann am Sonntag im Rettungshubschrauber des ADAC. Wie die Polizei berichtete, steckte der 53-Jährige aus Delmenhorst in der Nähe von Wangerland-Hooksiel im Watt fest und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Mit der Seilwinde des Hubschraubers zogen Rettungskräfte den Mann aus dem Schlamm. Danach sei er vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden.

Quelle: Polizei Wilhelmshaven

Sulzbach: 78-Jähriger liegt drei Tage hilflos in Wohnung

Drei Tage musste ein 78-Jähriger im saarländischen Sulzbach nach einem Sturz in seiner Wohnung auf Hilfe warten. Aus Sorge um ihn hatte der Vermieter des Hauses am Sonntagnachmittag die Polizei verständigt. Demnach brannte Licht – auf Klopfen und Klingeln reagierte der hilflose Mann aber nicht. Beamte mussten durch ein Fenster in die Wohnung des Gestürzten klettern, weil diese verschlossen war und der Schlüssel von innen steckte. Nach eigenen Angaben lag er drei Tage lang ohne Essen und Trinken auf dem Boden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Quelle: Polizei Sulzbach

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 13.-19. Januar lesen Sie hier:

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