Der diesjährige Chemie-Nobelpreis geht an die drei Wissenschaftler John Goodenough aus den USA, Stanley Whittingham aus Großbritannien und Akira Yoshino aus Japan für die Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterien. Die Batterien hätten „unser Leben revolutioniert, seit sie 1991 erstmals auf den Markt kamen“, erklärte die Königliche Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm zur Begründung. Sie seien damit „von größtem Nutzen für die Menschheit“.

Die „leichten, wiederaufladbaren Akkus“ würden heute in allen Bereichen des Alltags eingesetzt, von Smartphones über Laptops bis zu Elektroautos, erklärte die Akademie weiter. Sie könnten zudem „erhebliche Mengen an Energie aus Sonnen- und Windkraft speichern“ und machten damit den Weg frei für eine „Gesellschaft ohne fossile Brennstoffe“.

Mit 97 Jahren ist Goodenough der bisher älteste Nobelpreisgewinner. Er teilt sich die Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von umgerechnet 833.000 Euro zu gleichen Teilen mit den beiden anderen ausgezeichneten Forschern. Der Nobelpreis wird wie jedes Jahr am 10. Dezember überreicht, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.

Im vergangenen Jahr waren die US-Biochemikerin Frances Arnold sowie die Molekularbiologen George Smith und Gregory Winterer ausgezeichnet worden, die mit den Prinzipien der Evolution neuartige Proteine unter anderem für Biokraftstoffe und Medikamente entwickelt hatten.

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